ILSS-Vorrichtung GZ IL-10

Das Kurzbiegeprüfverfahren zur Bestimmung der scheinbaren interlaminaren Scherfestigkeit (ILSS) stellt eine Modifizierung der 3-Punkt-Biegeprüfung dar. Der Auflageabstand ist im Verhältnis zur Probekörperdicke gering, wodurch der Probekörper auf Scherung belastet wird. Der Probekörper ist ein kurzer Balken aus einer thermo- oder duroplastischen Matrix mit einer Faserverstärkung in 0°- bzw. 0°/90°-Richtung. Mit scheinbarer interlaminarer Scherfestigkeit bezeichnet die Norm „die in der halben Dicke des Probekörpers vorliegende maximale Scherspannung im Augenblick des ersten Versagens“.

Eigenschaften

  • Kompakte Prüfvorrichtung für Prüfkräfte bis max. 10 kN
  • Auswechselbare Auflagereinsätze für einfache und schnelle Anpassung der Prüfvorrichtung an die jeweilige Prüfnorm
  • Exakte Zentrierung des Probekörpers durch seitliche Führungen und Einstellehre
  • Rostfreie Ausführung aller Komponenten ermöglicht Einsatz in Klimakammern (-60…+150 °C)

Zubehör

  • Auflagereinsätze für verschiedene Normen
  • Adapter zum Anschluß an alle gängigen elektromechanischen und servohydraulischen Universalprüfmaschinen

Normen

  • DIN EN ISO 14130, “Faserverstärkte Kunststoffe – Bestimmung der scheinbaren interlaminaren Scherfestigkeit nach dem Dreipunktverfahren mit kurzem Balken“ DIN, 1997
  • DIN EN 2377, “Luft- und Raumfahrt; Glasfaserverstärkte Kunststoffe; Prüfverfahren zur Bestimmung der scheinbaren interlaminaren Scherfestigkeit“, DIN, 1989
  • DIN EN 2563, “Luft- und Raumfahrt – Kohlenstoffaserverstärkte Kunststoffe – Unidirektionale Laminate; Bestimmung der scheinbaren interlaminaren Scherfestigkeit“, DIN, 1997
  • ASTM D2344, “Standard Test Method for Short-Beam Strength of Polymer Matrix Composite Materials and Their Laminates”, ASTM, 2016