Seminar Dozenten

Grasse Zur Composite Testing bietet rund um das Thema Materialprüfung von faserverstärkten Kunststoffen eine Reihe von Fachseminaren und Schulungen an. Dafür arbeitet das Unternehmen mit erfahrenen Dozenten zusammen, die ihre Erfahrungen im Umgang mit Composite-Werkstoffen in der Forschung und Entwicklung gesammelt habe. Eine Kontaktaufnahme zu den Dozenten ist sowohl vor als auch nach den Fachseminaren jederzeit möglich.

Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Stark

Dr. Wolfgang Stark hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Physik studiert. Nach einem unmittelbar folgenden Forschungsstudium im Bereich Halbleiterphysik wurde er 1975 zum Dr. rer. nat. promoviert. Im gleichen Jahr nahm er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Polymerenchemie der Akademie der Wissenschaften in Teltow-Seehof im Bereich Polymerphysik eine Tätigkeit auf. Nach der anfänglichen Beschäftigung mit Infrarotspektroskopie wechselte er in die Elektretgruppe und entwickelte Charakterisierungsmethoden für Elektretanwendungen in Mikrofonen und Sensoren. Auf diesem Gebiet habilitierte er sich 1985. Als neues Arbeitsgebiet kam die mechanische Prüfung inklusive DMA an synthetischen Hochtemperaturfasern hinzu.

Im Jahre 1991 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) im Labor für Duroplaste. Im Vordergrund stand die Fortsetzung der seit 1924 eingeführten traditionellen Überwachung der Fertigung von duroplastischen Teilen für die Elektroindustrie und die Vergabe des Gütezeichens. Dazu gehörte auch die Entwicklung von Methoden zur Prozesskontrolle mit dielektrischen und Ultraschall-Messverfahren. Mit Partnern aus der Industrie und der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. wurden eine Reihe gemeinsamer Forschungsvorhaben bearbeitet. 1998 wurde die Projektgruppe, bestehend aus ISK Iserlohn, Bakelite Letmathe und BAM, für die Entwicklung der Online-Prozesskontrolle US-Plus mit dem Innovationspreis des AVK ausgezeichnet. Von 2006 an leitete er das Labor Elastomere Referenzmaterialien mit einem eigenen Elastomertechnikum an der BAM.

Dipl.-Ing. (FH) Clemens Judersleben

Clemens Judersleben hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Produktionstechnik studiert. Während seines Studiums hat er Auslandsaufenthalte an der National Taiwan University und an der National University of Science and Technology Trondheim absolviert. Seit August 2017 ist er Leiter des Materialprüflabors von Grasse Zur Composite Testing.

Er besitzt umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der zerstörenden Materialprüfung von faserverstärkten Kunststoffen und der Thermoanalytik. Aufgrund seines Arbeitsumfeldes hat er ein breites Wissen im Umgang mit Universalprüfmaschinen und einen umfassenden Überblick auf DIN-, ISO- und ASTM-Normen.

Dr.-Ing. Alexander Krimmer

Dr. Alexander Krimmer hat an der Technischen Universität Berlin Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Nach einer kurzen Tätigkeit als Forschungsassistent im Bereich Leichtbau wechselte er in die Entwicklung von Rotorblättern für Windenergieanlagen bei der EUROS GmbH. Dort war er zunächst als Strukturentwicklungsingenieur tätig, wandte sich jedoch verstärkt der Modellierung von Faser-Kunststoff-Verbunden zu. Seit 2010 leitet er dort den Bereich Material.

Seine Dissertation verfasste er über die Modellierung von Faser-Kunststoff-Verbunden. Sein zentrales Betätigungsfeld ist die Modellierung des Ermüdungsverhaltens von Faser-Kunststoff-Verbunden mit Blick auf die Anwendung in Rotorblättern von Windenergieanlagen, welche außerordentlich ermüdungsbelastet sind.

Dipl.-Ing. (FH) Axel Reinsch

Axel Reinsch absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bootsbauer und erhielt im Jahr 2000 sein Ausbildungszeugnis. Anschließend studierte er Flugzeugbau mit den Schwerpunkten Strukturdesign und Verbundwerkstoffe. Im Jahr 2005 schloss er sein Studium mit einer Diplomarbeit am DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) / CRC-ACS (Cooperative Research Centre for Advanced Composite Structures) ab. Nach seinem Studium arbeitete Herr Reinsch zwei Jahre lang bei Airbus. Als Strukturingenieur nahm er am A380-Ruderprogramm sowie am A350-Flügelprogramm teil und arbeitete in England und Deutschland. Anschließend wechselte er nach Valencia / Spanien, wo er das deutsche Americas Cup Team als Strukturingenieur unterstützte.

Als das Team Anfang 2008 aufgelöst wurde, wechselte er zu Carbo-Link in der Schweiz. Hier war er als Entwicklungsingenieur tätig und arbeitete erfolgreich in Projekten mit Partnern wie Alinghi, BMW-Sauber F1 oder Liebherr. Darüber hinaus entwickelte er High End Leichtbauprodukte aus Titan, Aluminiumlegierungen und Kohlenstoff. Nach seiner Rückkehr im Frühjahr 2010 gründete er die ar engineers GmbH mit Sitz in Hamburg, die sich auf die Struktursimulation und -optimierung in den Bereichen Marine, Automotive, Luftfahrt sowie Anlagen- und Maschinenbau spezialisiert hat.