Composite Schubprüfungen

Zur Ermittlung der Schubfestigkeit sind verschiedene Verfahren etabliert. Diese unterscheiden sich in der Art der Krafteinleitung (als Druckkraft über die Probekörperkante oder als Reibungskraft über die Klemmbackensysteme) bzw. in der Geometrie der Probekörper (ungekerbt, gekerbt, miniaturisiert). Außerdem lassen sich der etablierte Zugversuch durch Faserorientierung in +/-45°-Richtung zum Schubversuch umfunktionieren sowie aus der Biegeprüfung Aussagen über die Schubfestigkeit ermitteln. Allen etablierten Verfahren ist gemein, dass sich aus ihnen nur für geringe Schubdeformationen (<5 %) und somit geringe Scherkräften belastbare Ergebnisse gewinnen lassen.

Die zuverlässige Charakterisierung von Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffen gewinnt jedoch immer mehr an Bedeutung. Wir haben uns auf diesem Gebiet spezialisiert und bieten Ihnen neben den etablierten Prüfverfahren mit der Schubprüfung nach DIN SPEC 4885 eine von uns mit der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung maßgeblich entwickelte innovative Methode an. Mit dieser lassen sich wesentlich höhere Gleitungen und damit höhere Festigkeiten prüfen als bisher.

Ausgewählte Normen

Schubprüfung (Zug-Schubversuch) nach DIN EN ISO 14129
Schubprüfung (Schubrahmen-Schubversuch) nach DIN EN ISO 20337 / DIN SPEC 4885
Schubprüfung (Zug-Schubversuch) nach ASTM D3518
Schubprüfung (Iosipescu-Schubversuch) nach ASTM D5379
Schubprüfung (Rail-Shear-Schubversuch) nach ASTM D7078