Composite Thermische Analyse

Die thermoanalytische Untersuchung von faserverstärkten Kunststoffen spielt für die Charakterisierung der Materialeigenschaften eine große Rolle. Insbesondere für die Bestimmung von matrixdominanten Materialeigenschaften (Zwischenfaserbruch) wie Schub- oder Querzugkennwerte ergibt sich nur durch die Kenntnis der Matrixeigenschaften ein vollständiges Bild. Liegt beispielsweise eine unvollständige Härtung vor (Alpha < 95 %), stehen sogenannte Härtungsreserven zur Verfügung, die die Druckfestigkeit insbesondere bei erhöhten Temperaturen signifikant erhöhen können. Auch ist eine Bestimmung der aktuellen und der maximalen Glasübergangstemperatur Tg sinnvoll, um z.B. den Einfluss der Temperung und des Mischungsverhältnisses bestimmen zu können. Dabei stehen verschiedene Verfahren wie DSC oder DMA zur Verfügung, die auf unterschiedliche physikalische Weise die Informationen liefern.

Ausgewählte Normen

Dynamische Differenz-Thermoanalyse (DSC) nach DIN EN ISO 11357
Dynamisch-mechanische Analyse (DMA) nach DIN EN ISO 6721-3
Thermogravimetrische Analyse (TGA) nach DIN EN ISO 11358
Thermomechanische Analyse (TMA) nach DIN EN ISO 11359
Bestimmung der Wärmeformbeständigkeit (HDT) nach DIN EN ISO 75-2